Kolumbien Teil 3 von 3: Minca, Cali und San Andres

Minca 01.12.17 bis 02.12.17

casa elemento

Heute stand die Fahrt nach Minca zum Hostel „Casa Elemento“ an. Man stößt auf dieses Hostel in vielen Reiseberichten und deswegen wollte auch ich mir nicht die größte Hängematte der Welt entgehen lassen.

Bevor mich das Collectivo (Sammeltaxi) gegen 12 Uhr abgeholt hat, verbrachte ich noch den Vormittag in der Altstadt von Santa Marta. Bis auf ein paar nette Restaurants war die Stadt aber nicht sehenswert.

 

Das Sammeltaxi braucht eine knappe Stunde von Santa Marta nach Minca. Der Ort liegt in den Bergen und das Klima ist wesentlich angenehmer als in Santa Marta.

 

In dem Sammeltaxi hat mir eine Amerikanerin, die in Minca wohnt, empfohlen noch Mittag zu essen im Ort weil das Hostel wohl abgelegen auf dem Berg liegt. Ich folgte ihrer Empfehlung und ging in das „Lazy Cat“. Der Ort an sich ist super klein aber in dem Restaurant gab es Power Smoothies und Superfood Bowls. Ich war begeistert.

 

Gestärkt macht ich mich auf dem Weg zum Hostel. Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man wandert ungefähr 3 Stunden hoch oder man nimmt ein Motorradtaxi.

Ich habe mich für die zweite Option entschieden und habe es nicht bereut.

Bepackt mit 2 Rucksäcken saß ich also auf dem Sozius Sitz einer 125er Motocross Maschine. Die Fahrt zu dem Hostel hat richtig Spaß gemacht. Der Weg war teilweise sehr steil und matschig aber der Fahrer fährt die Strecke bis zu 5 Mal am Tag und war ein echter Profi.

Oben angekommen wurde ich mit meinem Zimmer für die Nacht überrascht. Es sollte das Baumhaus sein. Ich hatte es zwar nicht gebucht und war auch erst sehr skeptisch aber es war eine witzige Erfahrung.

In dem Hostel gab es einen Pool, eine Bar, ein Restaurant und die bekannten Hängematten. Die Aussicht dort oben war wirklich sehr schön.

Ich hab mich natürlich gleich mal in die größte Hängematte der Welt begeben und dort 3 Deutsche kennen gelernt. Außer ihnen waren noch ein paar ältere Leute in dem Hostel.

 

Vor dem Abendessen habe ich noch in einer Dusche mit Blick auf den Dschungel geduscht. Dass es hier nur kaltes Wasser gab war wenig überraschend. Zum Abendessen gab es selbstgemachte Burger im Restaurant und bevor ich mich in mein Bett im Baumhaus gelegt habe, saß ich mit den Deutschen an der Bar und wir haben Passion Fruit Mojitos getrunken.


Cali 02.12.17 bis 04.12.17

Die Reise von Minca nach Cali war nicht ganz einfach. Bei der Planung war ich mir sicher, dass es einen Direktflug von Santa Marta nach Cali gab. Leider war das dann nicht der Fall und ich musste erst von Santa Marta nach Bogotá und dann von dort weiter nach Cali fliegen.

 

Ich bin also gegen 7.30 im „Casa Elemento“ mit dem Motorrad Taxi ins Tal nach Minca gefahren. Dort musste ich dann an der Haltestelle des Sammeltaxis warten, bis wir genügend Leute für die Fahrt nach Santa Marta waren.

 

Von dort ging es dann nochmal ins „Dreamers“ weil ich meine Schuhe dort vergessen hatte, die ich am Tag zuvor zum Trocknen in die Sonne gestellt habe.

Die einzige in Frage kommende Option zum Flughafen ist von dort ein Taxi.

 

Der Flughafen von Santa Marta liegt direkt am Strand. Am Check-In erfuhr ich, dass von 5 Flügen nach Bogotá heute 3 gestrichen wurde, der erste Flug aber knapp 2 Stunden Verspätung hatte, sodass ich es auf diesem probieren konnte – natürlich war dieser wieder überbucht.

 

Nach Bogotá ging es dieses Mal auf dem Jump Seat im Cockpit. Es war eine tolle Erfahrung, bei einer anderen Airline mal im Cockpit zu sein.

Nach der Landung in Bogotá musste ich dann das Terminal wechseln, obwohl ich weiter mit Avianca nach Cali fliegen wollte.

Auch hier wurde mir dann am Check-In gesagt, dass der von mir gewählte Flug gestrichen wurde und mit ihm noch ein paar andere Verbindungen nach Cali.

Diese Nachricht hat mich schon gar nicht mehr überrascht, da bei allen meinen Flügen mit Avianca die Flüge verspätet und überbucht waren. Irgendwie hatte ich dann aber doch jedes Mal Glück und so konnte ich auch dieses Mal weiter nach Cali fliegen.

 

Der Flughafen in Cali liegt etwas außerhalb und mit Uber habe ich knapp eine Stunde zu meinem Hostel „El Viajero“ gebraucht.

Mein Zimmer hatte ein eigenes Bad und das Hostel an sich war gut gelegen. In Cali gibt es zwei Viertel, die für Touristen eine Rolle spielen. San Antonio, wo mein Hostel war, mit hauptsächlich Restaurants und Granada mit Bars und Discotheken.

Nach Ankunft im Hostel hat mich ein weiterer Instagram Follower, Tata, zu einer bekannten Salsa Bar gefahren. Cali ist bekannt als die Stadt des Salsas und obwohl ich gerade mal den Grundschritt kann, wollte ich das natürlich mal live miterleben.

Die bekannteste Bar dafür ist „Zaperoco“ in Granada. Es war schon sehr beeindruckend und hat Spaß gemacht, den Kolumbianern beim Tanzen zuzuschauen. Ein Lied lang habe ich mich dann sogar auch auf die Tanzfläche gewagt.

Christo Rey, san Antonio und granada

Da ich an diesem Tag etwas länger geschlafen habe, beschloss ich nach dem Frühstück im Hostel zur „Christo Rey“ Statue zu fahren und nicht wie erst gedacht die Wanderung zum „cerro de las tres cruces“ zu machen.

Mit dem Uber ging es also in 20 Minuten vom Hostels bis kurz vor die Statue. Von dort hat man einen schönen Blick über Cali.

 

Nach ein paar Fotos hatte ich aber alles gesehen und  bin wieder in Hostel gefahren um am Pool zu entspannen.

Am Nachmittag bin ich durch San Antonio und Granada gelaufen und habe mir die Kirchen San Francisco und Ermita angeschaut.

Ich bin an diesem Abend zeitig ins Bett gegangen, da ich am nächsten Morgen unbedingt die Wanderung machen wollte.

 

cerro de las tres cruces, free city tour

Nach dem Frühstück machte ich mich voller Tatendrang mit dem Uber auf dem Weg zum Ausgangspunkt für die Wanderung zum „cerro de las trez cruces“. Im Internet habe ich gelesen, dass man am besten vom „Parque Natural Bataclán“ losläuft.

 

Der Uber Fahrer kannte den genauen Ort nicht und deswegen fragten wir uns durch. Er war außerdem etwas besorgt, da ich mich alleine auf den Weg machen wollte und es angeblich des Öfteren Raubüberfälle auf Wanderer gibt.

 

Wir näherten uns dem Park und als wir eine junge Kolumbianerin nach dem richtigen Weg fragten, bot sie mir an, mich auf meiner Wanderung zu begleiten. Als Work-Out würde sie die Wanderung sowieso 2-3 Mal die Woche machen und es sei auf jeden Fall sicherer und ich könnte mich nicht verlaufen.

 

So hatte ich die 3 stündige Wanderung eine nette Begleitung und konnte mein Spanisch etwas verbessern. 

Der Weg war an manchen Stellen sehr steil aber der Untergrund immer fest, sodass ich von meiner Wanderung im „Tayrona Parque“ viel schlimmeres gewohnt war.

Oben angekommen findet man die bekannten drei Kreuze vor und ein kleines Outdoor Gym. Ich war aber durch den Aufstieg schon gut bedient und deswegen haben wir nur ein paar Fotos gemacht, bevor wir wieder an den Startpunkt zurückgewandert sind.

Um 16 Uhr wurde an der „Catedral Ermita“ eine Free Walking Tour durch Cali angeboten. Ich lernte so noch ein paar Ecken, die ich noch nicht gesehen habe, kennen. Am besten hat mir hier der „El Gato del Rio“, ein Park mit verschiedenen Katzenskulpturen, und der „Colina de San Antonio“ gefallen.


san andres 5.12. bis 7.12.

Meine letzte Station auf meiner Kolumbienreise war die Karibik Insel „San Andres“. Sie liegt etwas östlich von Nicaragua, gehört aber noch zu Kolumbien.

Man braucht für die Reise eine extra Besucherkarte, die man am Startflughafen für 104.000 COP erwerben muss.

Mein Flug mit Avianca war fast pünktlich und ich hatte dieses Mal sogar einen normalen Sitzplatz.

 

Die Einreise ist San Andres hat eine halbe Ewigkeit gedauert. Der Flughafen liegt mitten in der Stadt und wenn man das Flughafengelände verlässt, kosten die Taxis viel weniger als wenn man sich direkt am Terminal eins beauftragt.

Die Taxis sind allerdings nicht leicht zu erkennen, da es private Autos sind, auf denen einfach irgendwo Taxi draufsteht.

Nach gut 10-minütiger Fahrt habe ich meine Unterkunft, das „Mahalo House“ in La Loma erreicht. Ich hatte ein sehr schönes und modernes Einzelzimmer und die ganze Anlage war gepflegt und einladend.

Hier konnten insgesamt nur 10 Gäste übernachten.

 

Ich habe dort beschlossen für die Zeit auf San Andres einen Roller zu mieten um nicht immer auf Taxis angewiesen zu sein. Die Miete verlief total unkompliziert über einen Bekannten des Hostelbesitzers und ich habe mit ihm vereinbart, dass ich den Roller direkt am Flughafen abgeben kann.

Ursprünglich hatte ich den Aufenthalt auf der Insel geplant um 2 Tage am Strand vor dem Rückflug nach Deutschland zu verbringen und noch etwas Sonne zu tanken. Leider hatte ich extrem Pech mit dem Wetter und es hat immer wieder geregnet und war nahezu dauernd bewölkt und sehr windig. Ich habe die Zeit genutzt und die Insel nach guten Restaurants abgesucht. Auf meiner ganzen Kolumbienreise habe ich hier am besten gegessen. Nachfolgend ein paar Empfehlungen:

 

Donde Francesca: Dieses Restaurant ist zwischen San Louis und El Cove. Es ist direkt am Strand und von der Einrichtung eher einfach. Es ist eigentlich eine etwas bessere Bretterbude. Das Essen war aber hervorragend. Ich hatte pulpo al ajillo und einen jugo de lulu. (Tintenfisch in Knoblauch und einen Saft)

 

Captain Mandy: Dieses Lokal ist mitten in San Andres Stadt. Es geht sehr hektisch zu und sieht etwas wie in einem Bistro auf einem Fischmarkt aus. Ich hatte das paella marisco und eine lemonada de coco.

 

La Regatta: Mein absoluter Top Favorit. Ich habe selten so gut gegessen wie hier. Es befindet sich im Club Nautico in San Andres Stadt. Man sollte auf jeden Fall einen Tisch reservieren um lange Wartezeiten zu vermeiden.

Vom Stil her ähnelt es einem Bootshaus. Die Tische sind schön eingedeckt mit weißen Tischdecken. Ich habe die langosta regatta gegessen und war begeistert.

 

Restaurante Punta Sur: Das Restaurant liegt am südlichsten Punkt der Insel und ich habe hier aufgrund der Aussicht nur einen kurzen Stopp eingelegt und einen Jugo getrunken. Es lohnt sich auf jeden Fall, hier ein bisschen Zeit zu verbringen.


08.12.17 Rückflug

Vor dem Heimflug habe ich nochmal eine Nacht in Bogotá verbracht. Dort traf ich mich wieder mit Carolina und Yannick, den ich im Casa Elemento in Minca kennen gelernt habe.

Wir waren in einer Bar und ein paar Mal gut essen.

 

Der Rückflug war ein Nachtflug und startete um 21 Uhr in Bogotá. Da der Flieger aus Performance Gründen nicht ausgebucht werden durfte, hatte ich wieder einen Doppelsitz für mich am Fenster und konnte so gut schlafen.

 

Abschließend muss ich sagen, dass mir die Zeit in Kolumbien sehr gut gefallen hat. Das Land und speziell die hilfsbereiten und freundlichen Leute sind auf jeden Fall eine Reise wert!

Ich hatte auch keine Probleme mit dem Reisen alleine, da ich so viele nette und interessante Leute getroffen habe. Ich bin mir sicher, dass ich auch in Zukunft die ein oder andere Reise alleine planen werde.