Kolumbien Teil 2 von 3: Cartagena und Santa Marta

Cartagena 26.11.17 bis 29.11.17

stadtbesichtigung cartagena

Während meines Aufenthalts in Cartagena wollte ich unbedingt auf eine der „Islas del Rosario“ fahren.

Es gibt dort verschiedene Touren, die alle recht ähnlich aufgebaut sind. Es geht am Morgen los, man wird entweder direkt zur Insel gefahren oder schaut sich auf dem Weg noch andere an, kann dann dort in einem Beachclub oder Hotel entspannen, bekommt ein Mittagessen und am Nachmittag geht es wieder zurück nach Cartagena.

Die Angebote in meinem Hostel reichten von 120.000 COP bis 200.000 COP. Da meine favorisierte Tour für den Tag bereits ausgebucht war, reservierte ich sie für den darauffolgenden Tag und beschloss, mir Cartagena anszuschauen.

 

Bevor ich zu meiner Stadtbesichtigung aufgebrochen bin, habe ich noch in einem Waschsalon meine Wäsche abgegeben. Das geht in Kolumbien nach Gewicht und ich habe 22.000 COP dafür im „Beer&Laundry“ bezahlt.

Danach bin ich zum „Castillo de San Felipe“ gelaufen. Für Ausländer kostet es dreimal so viel Eintritt wie für Kolumbianer und bis auf die Aussicht von der obersten Ebene fand ich die Anlage nicht sehr spannend.

Es gab in einem – zum Glück klimatisierten – Raum einen Film zu der Geschichte der Festung. Dieser war sehr interessant und bei der schwülen Hitze war gleichzeitig auch eine wohltuende Hitzepause.

Gegen Mittag war ich mit dem Kolumbianer vom Flug verabredet, der mir angeboten hat, mich über den Markt zu führen. Bis dahin bin ich noch etwas über die Stadtmauer von Cartagena geschlendert.

 

Der Markt war wirklich sehr beeindruckend. Er liegt etwas außerhalb der Altstadt. Ich bin mit einem Uber hingefahren und habe mich am Eingang mit Devian getroffen. Er hat mich dann ungefähr eine halbe Stunde durch den Markt geführt und mir die verschiedenen Bereiche gezeigt.

 

Es war wirklich sehr beeindruckend. Überall gab es Früchte, Gemüse, Fleisch und Fisch. Nichts wurde gekühlt und dass bei einer Außentemperatur von 35 Grad Celcius. Es war ein Gewusel von Leuten und überall wurden die diversen Waren lautstark angepriesen.

 

Zurück Richtung Altstadt bin ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren und als mich Devian an der Bushaltestelle abgesetzt hatte begann es auf einmal richtig zu regnen. Kurze Zeit später standen viele Straßenabschnitte unter Wasser.

 

Am Abend bin ich dann wieder vom Hostel in die Altstadt gelaufen und habe mir verschiedene Bars angeschaut. Besonders gut gefallen hat mir die „Alqumico“ Bar.

Ausflug islas del rosario - borá borá

Der Ausflug zur Insel begann um 9 Uhr am Hafen „Muelle de la Bodeguita“. Da vor Abfahrt angeblich noch eine Menge Papierkram anstand sollte ich dort bereits um 8 Uhr sein. Pünktlich wie immer war ich um 8.10 Uhr mit den Formalitäten fertig und durfte dann mit den anderen Gästen 50 Minuten auf die Abfahrt warten.

 

Ich hatte mich für eine Tour zu einer kleinen Insel entschieden, bei der mir besonders die Beach Cabanas gefallen haben. Ich wollte primär den ganzen Tag entspannen.

Insgesamt waren es etwa 30 Teilnehmer und ich habe mich im Boot so positioniert, dass ich als einer der ersten dran war mit dem Aussteigen um auch ein Beach Cabana in der vorderen Reihe zu ergattern.

Die Bootsfahrt dauert ca. 45 Minuten. Mein Plan ging auf und ich habe mir ein schönes Beach Cabana in der ersten Reihe gesichert. Dort habe ich dann den überwiegenden Teil der Zeit verbracht. Der Beachclub hat über eine Bar und einen eigenen Strand verfügt. Die Getränke und alles außer dem Mittagessen wurde nochmal extra berechnet.

Der Mitarbeiter in meinem Hostel hat mir geraten mir Wasser mitzunehmen, da die Preise schon viel teurer waren als in normalen Restaurants auf dem Festland.

 

Ich hatte einen sehr schönen und entspannten Tag im Rosariobeachclub und gegen 15 Uhr sind wir mit dem Boot wieder zurück nach Cartagena gefahren.

 

Am Abend bin ich noch in das Restaurant „Juan del Mar“ gegangen, dass als eines der besten und bekanntesten Restaurants in Cartagena gilt. Die Küche ist italienisch und so habe ich mir eine Pizza und Rinder-Carpaccio gegönnt.

Altstadt cartagena und fahrt nach santa marta

Am folgenden Tag stand die Fahrt nach Santa Marta an, dass von Cartagena 240km entfernt ist. Man kann die Strecke entweder mit einem öffentlichen Bus zurücklegen oder mit dem Fahrdienst „Puerta-Puerta“. Im Hostel wurde mir diese Variante empfohlen, da es preislich kaum einen Unterschied macht und es komfortabler ist, da man von Tür zu Tür gebracht wird.

 

Ich wurde um 11 Uhr im Hostel abgeholt und so beschloss ich, davor nochmal durch die Gassen der Altstadt von Cartagena zu schlendern.

Cartagena ist eine der schönsten Kolonial Städte in Kolumbien und deswegen herrscht hier auch ein sehr hoher Besucherandrang.

In der Altstadt gibt es sehr viele bunte Gassen und überall wird Obst und andere Sachen verkauft.

Etwas erschreckend fand ich das Stadtbild am Abend. Auf dem Hauptplatz standen viele junge Frauen, die als Prostituierte arbeiteten. Außerdem wurde man an jeder Ecke gefragt ob man „Koks, Gras oder Frauen“ haben will.

Wir waren insgesamt 8 Fahrgäste in dem Kleinbus. Die Fahrt hat sich dann aber doch länger als erwartet gedauert, sodass es von Tür zu Tür knapp 6,5 Stunden gedauert hat. Zuerst ist man an einen Busbahnhof in Cartagena gefahren, an dem wir dann noch knapp 45 Minuten auf andere Fahrgäste gewartet haben.

 

Da mein Hostel in Santa Marta, das „Dreamers“, etwas außerhalb vom Stadtzentrum lag, wurden wir das letzte Stück noch mit einem Taxi gefahren.

Dieses wurde für uns bezahlt und ich habe auf der Fahrt Ian aus London kennengelernt, der auch im gleichen Hostel wie ich war und auch am folgenden Tag in den „Tyrona Parque“ wandern wollte. Deshalb beschlossen wir, diese Wanderung gemeinsam zu starten.

 

Das „Dreamers“ ist ein bekanntes Party Hostel in Santa Marta mit einem Pool und einer großen Bar. Die meisten Gäste nutzen es als Ausgangsbasis für den Ausflug in den „Tayrona Parque“.

 

Ich hatte ein Einzelzimmer mit Bad OHNE Klimaanlage. Preislich war es eines der teueresten Aufenthalte, sodass meine Erwartungen etwas enttäuscht wurden.


Santa Marta 29.11.17 bis 30.11.17

ausflug tayrona parque

Um 7.30 Uhr fuhr unser Bus Richtung Tayrona Parque. Bis zum Haupteingang vom „Dreamers“ waren es etwa 30 -45 Minuten. Von den Leuten aus dem Hostel war ich der Einzige, der am Abend den Park wieder verlassen wollten.

 

Es gibt die Möglichkeit, an verschiedenen Orten entweder im Zelt oder einer Hängematte zu übernachten. Aus Zeitgründen und weil es mich auch sonst nicht sonderlich gereizt hatte, beschloss ich aber den Park gegen Abend wieder zu verlassen.

 

Am Parkeingang haben Ian und ich noch 2 Deutsche getroffen, die wie ich die Nacht nicht im Park verbringen wollten. Ich musste also nicht alleine wieder zurückwandern.

Die Wanderung nach „Cabo San Juan“ dauert ungefähr 3 Stunden.

 

Auf dem Weg dorthin kommt man noch an „La Piscina“ vorbei, ein sehr schöner Strand zum Baden. Ansonsten darf man nur noch in „Cabo San Juan“ ins Wasser gehen, da das Baden an vielen Stränden wegen der starken Strömung verboten ist.

 

Das erste Drittel des Wanderwegs war sehr gut ausgebaut. Man läuft entweder über festen Boden oder über extra angefertigte Holzstege.

 

Im Hostel wurde erzählt, dass der Weg sehr matschig ist und wir haben uns schon gefreut und gehofft, dass sie uns nur Angst machen wollten.

Auf den letzten zwei Dritteln starb diese Hoffnung. Versucht man am Anfang noch die Schuhe möglichst sauber zu halten, gibt man das dann irgendwann auf.

Es geht durch Matsch, Schlamm und sogar durch 2 Flüsse. Es war auch die ganze Zeit wieder recht heiß und schwül, sodass man von oben bis unten durchnässt war.

Nach etwa zwei Drittel haben wir „La Piscina“ erreicht und eine Badepause eingelegt, was wirklich sehr gut tat.

Das letzte Stück hatte es auch nochmal in sich was den Weg betraf. In „Cabo San Juan“ angekommen, hat Ian erstmal in dem Lager eingecheckt und sich seine Hängematte reserviert. Die zwei anderen Deutschen und ich waren aber richtig froh, dass wir später duschen und in einem normalen Bett schlafen durften. Nach dem Marsch hatten wir irgendwie überhaupt keine Lust in einer Hängematte zu schlafen und am nächsten Tag wieder in die nassen Schuhe zu schlüpfen.

 

Wir haben noch in dem einzigen Lokal vor Ort was gegessen und sind nochmal Schwimmen gegangen bevor wir uns auf den Rückweg gemacht haben.

 

Der letzte Bus in Richtung Santa Marta fährt vom Parkausgang um 18 Uhr, sodass man zeitig aufbrechen muss.

 

 

Die Landschaft entlang des Weges ist sehr schön. Ein Mix aus Dschungel und Strand. Wenn man sich genügend Zeit lässt, sieht man auch ein paar Tiere. Wir haben gleich am Anfang ein paar Affen in den Bäumen gesehen.

 

Ich würde euch empfehlen auf jeden Fall genügend zu trinken und ein paar Müsliriegel einzupacken und ein T-Shirt zum Wechseln. Wichtig ist auch, dass ihr sowohl Sonnencreme als auch Mückenspray verwendet.

Man läuft zwar oft durch den Wald, aber die Sonne ist trotzdem sehr stark.